Wird mein Foto wirklich nicht hochgeladen?
Richtig — und du kannst es selbst in 30 Sekunden prüfen: Drücke F12 in deinem Browser, um die Entwicklertools zu öffnen, klicke auf den Tab „Netzwerk" und ziehe ein Foto in das Tool. Der Netzwerk-Tab protokolliert jede einzelne Anfrage, die dein Browser stellt. Du wirst Einträge für die JavaScript- und CSS-Dateien des Tools sehen (einmalig beim ersten Öffnen geladen), aber keinen Eintrag, der dein Foto enthält. Im Vergleich dazu: bei klassischen „Online-EXIF-Removern" würdest du eine POST-Anfrage mit deiner Datei als Inhalt sehen — das ist der Upload. Bonus-Test: Nachdem das Tool einmal geladen ist, kannst du das Internet komplett trennen (WLAN aus, Flugmodus an), und das Tool funktioniert weiter. Das wäre unmöglich, wenn die Verarbeitung auf einem Server liefe.
Welche Metadaten werden genau entfernt?
Bei JPEG: alle APP1- (EXIF, XMP), APP2- (ICC, MPF), APP13- (Photoshop, IPTC) und APP14- (Adobe) Segmente. Bei PNG: tEXt, iTXt, zTXt, eXIf und Adobe-XMP-Chunks. Bei WebP: EXIF, XMP und ICCP plus die VP8X-Presence-Flags. Bei GIF: Comment- und Plain-Text-Extensions sowie XMP-Application-Extensions (NETSCAPE-Animations-Loop bleibt erhalten). Bei MP4/MOV: udta/meta/ilst-Boxen werden zu „free"-Atomen neutralisiert, mvhd/tkhd-Timestamps genullt. Bei MKV/WebM: Tags, Attachments, Title, DateUTC, MuxingApp und WritingApp werden durch Void-Elemente identischer Byte-Länge ersetzt. Bei AVI/WAV: LIST-INFO und bext/iXML/IDIT-Chunks werden in JUNK umbenannt. Bei Audio (MP3, FLAC, Ogg): vollständige ID3v1/v2/APEv2-, Vorbis-Comment + PICTURE- und CRC-korrekte Page-Re-Pagination. Bei PDF: DocInfo-Dict + XMP-Metadaten-Stream-Override via Incremental Update. Bei DOCX/XLSX/PPTX: docProps/core.xml + app.xml + custom.xml werden durch anonymisierte Stubs ersetzt. Die eigentlichen Pixel-, Audio-Sample-, Video-Frame- und Dokument-Inhalts-Daten werden nie angetastet.
Verschlechtert das Entfernen von EXIF die Bildqualität?
Nein. Stell dir Metadaten wie einen Aufkleber auf der Rückseite eines Fotos vor: den Aufkleber abzuziehen ändert nichts am Foto auf der Vorderseite. Technisch gesehen liegen EXIF-Daten in einem separaten Block innerhalb der Datei (genannt APP1 bei JPEG, tEXt bei PNG usw.), und das Entfernen dieses Blocks lässt die eigentlichen Bilddaten — den Teil, der bestimmt was du siehst — vollständig unangetastet. Die JPEG/PNG/WebP-Kompression bleibt ebenfalls unverändert. Die saubere Datei ist meist ein paar hundert Bytes bis ein paar Kilobyte kleiner, weil die Metadaten weg sind, aber visuell ist sie identisch.
Kann ich manche Metadaten behalten und nur den Rest entfernen?
Ja — nützlich z. B. für Fotografen, die ihre Kamera-Infos behalten wollen (für Portfolio-Glaubwürdigkeit) aber unter keinen Umständen ihre Heim-GPS leaken möchten. Jede Datei in der Liste hat einen „Nur GPS entfernen"-Button, der unseren TIFF-Re-Serializer nutzt, um chirurgisch nur den GPS-IFD-Bereich zu entfernen, während Hersteller, Modell, ISO, Brennweite, Datum usw. erhalten bleiben. Es gibt auch „XMP/IPTC entfernen", das die Adobe-Photoshop-/Lightroom-Bearbeitungshistorie strippt aber die Kamera-Aufnahmedaten lässt. Der Standard „Alle Metadaten entfernen" löscht den ganzen Metadaten-Block auf einen Schlag für Ein-Klick-Anonymität.
Entfernen soziale Netzwerke EXIF nicht selbst?
Manchmal — aber du kannst dich nicht darauf verlassen. Schneller Realitätscheck:
• Facebook, Instagram, X (Twitter): meistens ja bei öffentlichen Posts, aber sie behalten intern Teile für Analyse/Moderation, und die Regeln ändern sich ohne Vorwarnung.
• WhatsApp: ja beim Senden als normales Foto, NEIN beim Tippen auf „Als Datei senden" / „Als Dokument senden".
• Telegram: gleich wie WhatsApp.
• Discord: behält EXIF normalerweise unverändert.
• E-Mail-Anhänge: behalten alles.
• Blogs, Foren, Reddit, eBay, Online-Kleinanzeigen: behalten alles.
• Cloud-Speicher (Dropbox, Google Drive): behalten alles.
Sichere Gewohnheit: nimm an, dass nichts für dich strippt, und reinige Fotos lokal vor dem Teilen. So kontrollierst du, was dein Gerät verlässt — egal welchen Dienst du danach nutzt.
Warum zeigt ihr den GPS-Standort nicht auf einer Karte?
Weil in dem Moment, in dem wir automatisch ein Karten-Tile laden würden — selbst eine winzige Vorschau —, dein Browser die GPS-Koordinaten deines Fotos ohne dein Zutun an einen Drittanbieter (Google Maps, OpenStreetMap, Mapbox) schicken würde. Dieser Drittanbieter würde stillschweigend erfahren, dass jemand von dieser IP gerade ein Foto mit diesen Koordinaten geöffnet hat — genau die Art von Seitenkanal-Leak, gegen die dieses Tool existiert. Das Tool selbst kontaktiert daher nie einen Kartendienst: Breiten- und Längengrad werden ausschließlich als reiner Text angezeigt. Wir bieten allerdings einen klickbaren „In OpenStreetMap öffnen"-Link neben den Koordinaten an — beim Klick öffnet sich OSM in einem neuen Tab und die Koordinaten werden an OSM übertragen. Dieser Request passiert nur, weil DU dich aktiv dafür entscheidest; es ist deine Entscheidung, nicht die des Tools, und du kannst den Link ignorieren oder die Koordinaten in einen beliebigen anderen Kartendienst einfügen.
Was ist mit HEIC-Fotos vom iPhone?
Voll unterstützt. iPhones speichern seit 2017 Fotos standardmäßig im HEIC-Format (das kleine „H" in der Foto-Info). Wenn du eine HEIC-Datei ablegst, erkennt das Tool das, konvertiert sie automatisch lokal in JPEG via einem eingebauten WebAssembly-Decoder (libheif, ~1,4 MB, nur bei Bedarf geladen), und entfernt dann die Metadaten. Die Konvertierung passiert vollständig in deinem Browser — kein Upload zu Apple, kein Cloud-Service. Die Ausgabe ist ein sauberes JPEG, das jedes Programm öffnen kann. Wissenswert: Apple-Geräte speichern in HEIC noch aggressiver zusätzliche GPS-Koordinaten als in JPEG, daher ist das einer der wichtigeren Anwendungsfälle für das Tool.
Ist das Tool quelloffen?
Effektiv ja. Sämtlicher Code, der läuft, wird deinem Browser als reine, unminifizierte, unverschleierte JavaScript-Datei geliefert. Rechtsklick irgendwo auf der Seite → „Quelltext anzeigen" zeigt das HTML. Die .js-Dateien (i18n.js, exif-tool.js) sind unten verlinkt und du kannst sie direkt öffnen, um jede Funktion zu lesen. Wir verzichten bewusst auf Minifizierung (was den Code in eine einzige unleserliche Zeile pressen würde, für etwas mehr Geschwindigkeit) — wir tauschen ein bisschen Geschwindigkeit gegen volle Transparenz, weil das der ganze Sinn eines Privacy-Tools ist.
Wo ist der Haken? Warum ist das gratis?
Kein Haken, kein Upsell, keine „Premium"-Stufe. Das Tool wird kostenlos vom Midgard MUD bereitgestellt — einem kostenlosen Online-Rollenspiel im nordischen Mythologie-Setting. Unsere Überlegung: Leute, denen Privatsphäre wichtig ist, sind tendenziell auch Leute, die offene, werbefreie, sorgfältig gebaute Sachen schätzen, und dieses Publikum überschneidet sich mit den Leuten, die ein durchdachtes textbasiertes RPG mögen. Manche Besucher entdecken Midgard über das Tool und probieren das Spiel aus, aber du wirst niemals dazu aufgefordert. Es gibt kein Konto, keine E-Mail, kein Email-Spam später, keine Popups, keine Remarketing-Pixel. Wenn du das Tool nutzt und nie das MUD besuchst, ist das völlig in Ordnung.
Kann ich das auf meinem Handy nutzen?
Ja, in jedem modernen Mobile-Browser. Auf iPhone: Safari ist die empfohlene Wahl (Chrome auf iOS nutzt sowieso dieselbe Engine). Beim Datei-Picker wähle „Dateien" statt „Fotos", wenn du auf die HEIC-Originale zugreifen willst (der „Fotos"-Picker auf iOS konvertiert manchmal automatisch). Auf Android: Chrome, Firefox oder Samsung Internet funktionieren alle. Bonus: Das Tool lässt sich als Progressive Web App (PWA) installieren — Browser-Menü öffnen → „Zum Startbildschirm hinzufügen" / „App installieren". Du bekommst dann ein Icon auf deinem Startbildschirm, das das Tool im Vollbild öffnet, genau wie eine native App, und es funktioniert komplett offline.
Warum zeigt mein Foto noch Datum/Maße an?
Es gibt drei Dinge, die oft mit EXIF verwechselt werden:
1. Bildmaße (z. B. „3840 × 2160 Pixel") — das ist die tatsächliche Größe der Bilddaten, keine Metadaten. Sie zu verstecken würde das Foto verkleinern oder neu kodieren erfordern, was wir nie tun.
2. Dateigröße in KB/MB — gleiche Sache, der Datei eigen, keine Metadaten.
3. „Datum geändert" vom Betriebssystem — das wird von Windows/macOS/Linux beim Speichern gesetzt. Hat nichts mit EXIF zu tun. Zum Ändern: in Windows rechtsklick → Eigenschaften; auf macOS via Terminal-Befehl „touch"; auf Linux genauso „touch -t".
Die Metadaten, um die es EXIF-Tools geht — GPS, Kamera, Aufnahmedatum, Software-Spuren — sind nach dem Strippen alle weg.
Gibt es Limits für Dateigröße oder Anzahl?
Keine künstlichen Limits — keine Upload-Beschränkungen, kein Premium-Tier, keine Tageskontingente. Die einzige praktische Grenze ist der verfügbare Arbeitsspeicher deines Geräts, weil alles lokal läuft. Reale Beispiele:
• Typisches Handy (4 GB RAM): bewältigt locker 50+ Fotos zu je 20 MB, oder ein einzelnes Video bis ~500 MB.
• Notebook (8+ GB RAM): hunderte Fotos auf einmal, oder Videos mehrere GB groß.
Für sehr große Stapel (z. B. 500 Hochzeitsfotos) ist es flüssiger, sie in zwei oder drei Durchgängen zu verarbeiten, statt alle 500 auf einmal abzulegen.
Entfernt das Tool auch Wasserzeichen aus Fotos?
Es gibt zwei sehr verschiedene Arten von „Wasserzeichen" — wichtig zu unterscheiden:
1. Sichtbare Wasserzeichen: Logos, Textüberlagerungen wie „Shutterstock", „© Fotograf XY" mitten im Bild. Diese sind Teil der Bildpixel selbst. Wir entfernen sie NICHT — und du solltest es in vielen Fällen auch nicht: das Entfernen sichtbarer Wasserzeichen urheberrechtlich geschützten Materials ist in Deutschland nach § 95c UrhG strafbar, mit Geldstrafen und möglichen Strafverfahren.
2. Unsichtbare Wasserzeichen in Metadaten: Copyright-Felder, Stockfoto-Tracking-IDs (z. B. Getty Images bettet eine eindeutige ID in APP13 ein, die ihnen erlaubt, geleakte Fotos zurückzuverfolgen), Photoshop-IRB-Marker, IPTC-Autor-Tags, XMP-Rechtsangaben. Diese WERDEN beim Klick auf „Alle Metadaten entfernen" mit gelöscht, weil sie im Metadaten-Block leben, nicht in den Pixeln.
Kurz: das Tool entfernt anonymisierungs-relevante Metadaten (deine Kamera, dein Standort, deine Bearbeitungsspur), ermöglicht aber keinen Urheberrechts-Diebstahl.
Ich bin absoluter Anfänger — was sind EXIF-Daten überhaupt, in einem Absatz?
Wenn du ein Foto mit einem Smartphone oder einer Kamera machst, schreibt das Gerät automatisch ein „Daten-Etikett" in die Foto-Datei, neben das eigentliche Bild. Dieses Etikett enthält Sachen wie wo genau du standst (GPS-Koordinaten, oft auf wenige Meter genau), wie spät es war, welches Gerät du verwendet hast, sogar die Seriennummer des Geräts. Diese Daten sind unsichtbar wenn du das Foto anschaust, aber jeder, der die Datei bekommt, kann sie mit kostenlosen Werkzeugen lesen — auch der Empfänger einer E-Mail, ein eBay-Käufer, ein Forum-Leser, ein Stalker. EXIF ist die Abkürzung für „Exchangeable Image File Format" und der technische Name für dieses Etikett. Es vor dem Teilen zu entfernen, ist eine grundlegende Privatsphäre-Gewohnheit, ähnlich wie die Vorhänge zuzuziehen, bevor du dich umziehst.
Ich will nur ein Foto mit Freunden teilen — brauche ich das wirklich?
Ehrliche Antwort: vermutlich ja, vor allem für Fotos zu Hause. Häufiges Szenario: Du machst ein Foto deines neuen Welpen im Wohnzimmer, teilst es in einer Telegram-Gruppe oder postest es in einer Facebook-Gruppe. Das Foto enthält GPS-Koordinaten, die auf wenige Meter genau auf deine Couch zeigen. Jeder in dieser Gruppe — auch Leute, die dich nicht persönlich kennen — kann diese Koordinaten mit einem kostenlosen Werkzeug auslesen, in Google Maps einfügen und deine Haustür in Street View sehen. Bei Fotos der eigenen Kinder zu Hause ist das ein besonders reales Risiko. WhatsApp entfernt EXIF beim Senden eines Fotos als Bild, aber Discord, Telegram (im Datei-Modus), E-Mail, Blog-Posts und die meisten anderen Stellen behalten alles. Ein 10-Sekunden-Strip vor dem Teilen schließt diese Lücke.
Woher weiß ich, dass wirklich nichts hochgeladen wird — ohne dass ich euch einfach glauben muss?
Drei unabhängige Wege zum Selbstüberprüfen:
1. Der Vertrauen-durch-Verifikation-Ansatz: Drücke F12 in deinem Browser → Tab „Netzwerk" → ziehe ein großes Foto in das Tool → beobachte das Netzwerk-Log. Wenn wir irgendwohin hochladen würden, sähest du eine ausgehende Anfrage mit der Datei. Du wirst sie nicht sehen — die einzigen sichtbaren Anfragen sind die JavaScript-Dateien des Tools selbst, einmalig beim Öffnen geladen.
2. Der Trennen-und-trotzdem-funktioniert-Ansatz: Lade die Seite einmal mit Internet, dann schalte WLAN ab oder aktiviere den Flugmodus. Das Tool funktioniert weiter, weil alles lokal läuft. Ein server-basiertes Tool würde sofort ausfallen.
3. Der Quelltext-Ansatz: Rechtsklick → „Quelltext anzeigen", dann auf „exif-tool.js" klicken — der Code ist lesbares JavaScript, keine Minifizierung oder Verschleierung. Suche nach Keywords wie „fetch" oder „XMLHttpRequest" — du findest sie nur an Stellen, die Übersetzungsdateien aus deinem eigenen Browser laden, niemals dafür, Foto-Daten zu senden.
Wenn du dir trotzdem unsicher bist, musst du das Tool nicht nutzen — das ist eine völlig berechtigte Reaktion auf „Vertrau mir, ist sicher"-Versprechen im Internet, und wir respektieren das.
Funktioniert es auch für Audiodateien?
Ja, und das in vier verschiedenen Audio-Formaten mit demselben Ein-Klick-Ablauf wie bei Fotos. MP3-Dateien tragen drei voneinander unabhängige Metadaten-Schichten — ein ID3v2-Tag am Dateianfang (Titel, Interpret, Album, Songtexte, eingebettete Albumcover, Encoder-Strings, gelegentlich private GEOB-Frames von Aufnahme- oder DJ-Software), ein ID3v1-Tag in den letzten 128 Bytes, und manchmal einen APEv2-Footer (genutzt von Foobar2000 und ähnlichen Playern). Das Tool entfernt alle drei in einem Rutsch und lässt die eigentlichen MPEG-Audio-Frames bitidentisch — die Audioqualität bleibt unverändert, die Datei ist nur ein paar Kilobyte (oder mehrere Megabyte bei eingebettetem Cover) kleiner. Bei FLAC werden der Vorbis-Comment-Block (Interpret, Titel, ReplayGain, Copyright) und ein etwaiger PICTURE-Block entfernt, der STREAMINFO-Block bleibt bestehen, sodass Player Dauer und Samplerate weiterhin korrekt anzeigen. Ogg Vorbis und Ogg Opus sind am heikelsten: das Comment-Payload steckt in Ogg-Pages mit strenger CRC32-Prüfsumme — das Tool ersetzt das Comment-Packet durch ein minimales leeres, re-segmentiert es, und berechnet jede betroffene Page-CRC32 (Polynom 0x04C11DB7) neu. Strenge Player wie Rockbox und libogg-basierte Werkzeuge validieren die Datei weiterhin sauber. WAV-Dateien werden in ihren LIST-INFO-Einträgen (Artist, Comments), Broadcast-Wave-(bext)-Chunks, iXML, eingebetteten XMP- und etwaigen ID3-Sub-Chunks in RIFF-JUNK umbenannt — die Chunk-Offsets bleiben gültig, Editoren funktionieren weiter. Es wird nie Audio neu kodiert.
Kann es Word-, Excel- und PowerPoint-Metadaten entfernen?
Ja — DOCX, XLSX und PPTX werden alle unterstützt, und das ist tatsächlich einer der unterschätztesten Privacy-Anwendungsfälle. Microsoft Office speichert in jedem Dokument erstaunlich viele persönliche Daten: den Autorennamen und „Zuletzt geändert von"-Namen, deinen Firmennamen, den Namen deines Managers (falls in den Office-Optionen gesetzt), die Anwendungsversion (verrät den exakten Office-Build), die Gesamtbearbeitungszeit (wieviele Minuten du tatsächlich am Dokument warst), den Revisions-Zähler, den Vorlagen-Pfad sowie alle benutzerdefinierten Properties. All das liegt in zwei kleinen XML-Dateien (docProps/core.xml und docProps/app.xml) innerhalb des ZIP-Containers, der ein Office-Dokument in Wahrheit ist. Das Tool entpackt das Dokument im Browser, ersetzt diese beiden XML-Dateien durch anonymisierte Stubs mit den korrekten XML-Namespaces (Office öffnet die Datei dann ohne „Geringfügige Probleme"-Dialog), leert docProps/custom.xml und packt das ZIP wieder zusammen. Entscheidend: der eigentliche Dokument-Inhalt — dein Text, Absätze, Formeln, Folien, eingebettete Bilder, Diagramme — wird Byte für Byte durchgereicht, sodass Word, Excel oder PowerPoint die gesäuberte Datei mit exakt demselben Inhalt und ohne Warnungen öffnen. Eine wichtige Anmerkung: nachverfolgte Änderungen und Kommentare im Dokument-Inhalt tragen ihre eigene Autoren-Information; diese sind inhaltsbezogen und werden vom Standard-Strip nicht entfernt — für ein vollständig anonymes Dokument solltest du in Office vorher alle Änderungen annehmen und die Kommentare löschen.
Was ist der SHA-256-Hash, der für jede Datei angezeigt wird?
Das ist ein kryptografischer Fingerabdruck der exakten Bytes, die du eingelegt hast — lokal im Browser via WebCrypto-API berechnet. Zwei identische Dateien haben denselben Hash; ein einziges geändertes Bit ergibt einen völlig anderen Hash. Wir zeigen ihn neben den anderen Metadaten an und nehmen ihn in den JSON-Export auf. Praktische Anwendungen: bestätigen, dass zwei Fotos byte-identisch sind, eine Chain-of-Custody für forensische Arbeit dokumentieren oder in einem Bericht festhalten, welche exakte Datei du analysiert hast, ohne eine Kopie aufbewahren zu müssen.
Kann ich die Metadaten als Datei exportieren?
Ja. Jede Datei-Karte hat einen „JSON exportieren"-Knopf, der ein strukturiertes .json-Dokument herunterlädt — mit Datei-Info, allen ausgelesenen EXIF-/IPTC-/XMP-/ICC-Tags, den Magic Bytes und dem SHA-256-Hash. Die Sammelaktion „Alle Metadaten als JSON" bündelt alle geladenen Dateien in eine einzige JSON-Datei. Der Export entsteht vollständig im Browser und wird lokal gespeichert — nichts wird irgendwohin gesendet. Übliche Verwendungszwecke: das JSON in dein eigenes Analyse-Skript einspeisen, einem forensischen Bericht beilegen oder die Metadaten archivieren, bevor du die Originale strippst.
Werden Kamera-RAW-Dateien (CR2, NEF, ARW, DNG) unterstützt?
Ja, zum Lesen. TIFF-basierte RAW-Formate — Canon CR2, Nikon NEF, Sony ARW, Adobe DNG, Olympus ORF, Pentax PEF, Panasonic RW2 — laufen direkt durch unseren TIFF-Parser, sodass die vollständigen Kamera-EXIF, Objektivinfos, Datum und GPS wie gewohnt erscheinen. Canon CR3 (ISO BMFF, ähnlich zu HEIC) und Fujifilm RAF werden als View-only erkannt. RAW-Dateien werden nicht gestrippt, weil das Entfernen von Metadaten in einer RAW eine Neukodierung der proprietären Sensordaten erfordern würde, was der Browser nicht sicher leisten kann. Wenn du eine saubere RAW brauchst, entwickle sie erst in deinem Editor zu JPEG oder TIFF und strippe sie dann mit diesem Tool.
Warum zeigt das Tool ICC-Profildetails wie „Display P3" oder „Adobe RGB" an?
Viele Fotos tragen ein eingebettetes Farbprofil, das Anzeigeprogrammen sagt, wie die Farben zu interpretieren sind. Wir parsen dieses Profil lokal und zeigen den tatsächlichen Namen (sRGB IEC61966-2.1, Display P3, Adobe RGB (1998), eine Hersteller-Kalibrierung etc.) zusammen mit Farbraum, Geräteklasse, Version und Hersteller — statt nur „[vorhanden, N Bytes]". Nützlich, wenn du wissen willst, ob ein Foto mit einem Wide-Gamut-Profil getaggt ist (was die Darstellung auf verschiedenen Bildschirmen verändern kann), oder um zu bestätigen, dass die gesäuberte Ausgabe das Profil behält, wenn du es über den „Farbprofil behalten"-Schalter aktiv lässt.
Was sind die Datenschutz-Profile, und welches soll ich nehmen?
Die Profile sind Ein-Klick-Voreinstellungen für typische Situationen, damit du nicht wissen musst, welche Häkchen wo zu setzen sind. „Anonym" entfernt alles, was möglich ist — GPS, Kamera-Infos, Datum, Autor, Farbprofil, Orientation-Tag — und säubert den Dateinamen — am besten zum Posten in Foren, Marktplätzen oder öffentlichen Alben, bei denen du keinerlei Spur hinterlassen willst. „Social-Media-sicher" macht dasselbe, behält aber Orientation und Farbprofil, damit das Foto richtig herum und farbecht angezeigt wird — ideal für Facebook, Instagram, Reddit, Discord. „Kamera-Infos behalten" entfernt GPS, Datum und Autor, lässt aber Marke, Modell, Objektiv, ISO, Blende und Verschlusszeit drin — für Portfolio-Fotografen, die Technik-Daten teilen, aber wann/wo verschweigen wollen. „Nur GPS entfernen" macht den kleinstmöglichen Eingriff: nur der Standort fliegt raus, der Rest bleibt. Wähle das Profil, das zu deiner Situation passt; per Datei kannst du es im Drop-down auf der jeweiligen Karte umstellen, bevor du auf „Profil anwenden" klickst.
Was ist Error Level Analysis (ELA)?
ELA ist eine forensische Technik. Das Tool speichert das JPEG neu bei Qualität 90 und zeigt die Pixel-Differenz ×20 verstärkt. In einem unbearbeiteten Foto haben alle Bereiche gleichmäßiges „Rauschen". Ein eingefügtes Gesicht oder gepatchter Himmel leuchtet heller — ein Hinweis auf Manipulation. Läuft lokal via Canvas, kein Upload.
Was bedeutet die JPEG-Qualitäts-Schätzung?
Jedes JPEG trägt eine Quantization-Tabelle, die die Kompressions-Stärke definiert. Wir vergleichen sie mit der JPEG-50-Referenz und schätzen die Qualität (1-100), bei der das File zuletzt gespeichert wurde. 95+ = wahrscheinlich Kamera-Original, 80-94 = Web/E-Mail-Export, 60-79 = stark re-komprimiert (Messenger), <60 = mehrfache Zyklen.
Was ist die Kompressions-Fingerabdruck-Card?
Sie erkennt, welche Software dein JPEG zuletzt gespeichert hat, indem die Quantization-Tabellen mit zwölf bekannten Photoshop-„Save for Web"-Profilen plus dem libjpeg-Standard abgeglichen werden, und durch Inventur aller APP-Marker (JFIF, EXIF, ICC, Adobe APP14, Photoshop IRB, MPF, XMP, C2PA, Ducky…). Die Card kombiniert diese Signale zu einem klaren Verdict wie „Mit hoher Sicherheit von Photoshop Save for Web bei Qualität 8 gespeichert" oder „libjpeg-kompatibler Encoder bei Qualität ≈85", plus einer wahrscheinlichen Pipeline („Kamera-Aufnahme → Foto-Editor → Messenger"). Alle Matches sind read-only und laufen lokal.
Was zeigt der Struktur-Inspektor?
Er läuft die Datei von Anfang bis Ende durch und listet jeden JPEG-Marker, PNG-Chunk oder HEIC/MP4-Box als klickbare Zeile, farbcodiert nach Kategorie (Container, Metadaten, Bilddaten, Trailing, Unbekannt). Jede Zeile zeigt Marker-Name, Byte-Offset, Länge und eine kurze Hex-Vorschau; Klick öffnet den vollständigen Hex-Dump des Segments. Der Killer-Use-Case ist das Finden von Polyglot-Dateien: nach dem JPEG-EOI oder PNG-IEND-Marker eingeschleuste Daten — ein klassischer Steganografie-Trick — tauchen als rote TRAILING-Zeile auf.
Was ist die JPEG-Ghost-Analyse?
JPEG-Ghost ist eine forensische Technik (Hany Farid, 2009), die das Foto bei acht Qualitäts-Stufen (50–95) neu speichert und für jeden 16×16-Block die Qualität findet, bei der die Pixel-Differenz am kleinsten ist. In einem echten JPEG hat fast jeder Block sein Minimum beim gleichen Q — der Qualität, bei der die Datei ursprünglich gespeichert wurde. Wurde eine Region aus einem JPEG mit anderer Qualität eingefügt, hat diese Region ihr Minimum bei einem anderen Q und sticht auf der Heatmap heraus. Das Tool markiert die eingefügte Stelle mit einer roten Strichbox.
Was sagen mir die Rausch- und CFA-Karten?
Zwei Pixel-Tests. Die Rausch-Varianz-Karte misst, wie viel hochfrequentes Rauschen jeder 16×16-Block enthält; verdächtig glatte Blöcke leuchten cyan auf und deuten auf Entrauschen, Beauty-Retusche oder Klon-Stempel-Arbeit hin. Die CFA-/Bayer-Pattern-Karte prüft, ob das Bild noch den Kamera-Sensor-Demosaicing-Fußabdruck trägt; echte Fotos haben eine starke Bayer-Signatur (50–95/100), KI-generierte oder vollständig re-renderte Bilder nicht (unter 20/100). Der CFA-Score ist eine verteidigbare, reproduzierbare Alternative zu Black-Box-KI-Detektoren.
Was ist Copy-Move-Erkennung?
Hasht jeden 16×16-Bildblock (überspringt flache Himmel-/Wand-Bereiche) und findet Gruppen identisch aussehender Blöcke, die um denselben Betrag verschoben sind. Das ist die Signatur eines Klon-Stempel-Tools: Wenn ein Retuscheur eine Person wegmalt, indem er Gras oder Himmel daneben sampelt, sind die übermalten Blöcke exakte Kopien ihrer Quell-Blöcke. Die Heatmap markiert jeden Cluster in einer anderen Farbe und zieht Linien zwischen Source- und Dest-Blöcken. Läuft im Web Worker, Seite bleibt responsiv.
Was ist die Thumbnail-Mismatch-Erkennung?
Fast jedes JPEG aus Smartphone oder DSLR enthält ein kleines 160-200px Vorschaubild eingebettet im EXIF-Block — das „IFD1-Thumbnail". Wenn jemand das Foto in Photoshop bearbeitet, bekommt das Hauptbild die Edits, aber das eingebettete Thumbnail bleibt oft unangetastet. Das Tool extrahiert beide, berechnet einen 64-Bit-Perceptual-Hash von beiden und meldet die Hamming-Distanz. 0-3 Bits = identisch, 4-15 = passt, 16-30 = verdächtig, 31+ = Thumbnail und Hauptbild weichen visuell ab — ein nahezu kugelsicherer Manipulations-Beweis. Hany Farid 2009.
Was sagt mir das RGB-Histogramm?
Zeigt wie viele Pixel jeden Helligkeitswert (0-255) haben, getrennt für R/G/B. Ein Foto direkt vom Sensor hat ein glattes Histogramm — jeder Wert hat mindestens ein paar Pixel. Photoshop-Tonwertkorrektur/-Kurven/-Tonemapping verteilt die Werte über 256 Bins und bestimmte Werte werden unerreichbar, hinterlässt leere Bins (Lücken). Das Tool zählt Lücken im aktiven Bereich: unter 5 = natürlich, 5-19 = mild, 20+ = starker Bearbeitungs-Fußabdruck. Native Kameras zeigen selten mehr als 5-10 Lücken.
Was ist der Pixel-Magnifier?
Hover (oder Long-Press auf Touch) über einer Forensik-Heatmap und eine 88×88 Lupen-Bubble folgt dem Cursor, zeigt 8× vergrößerte Pixel mit gelbem Crosshair auf dem Center-Pixel, plus exakte RGB-Werte, Hex-Code und X/Y-Koordinaten. Gleicher Workflow wie Forensically. Essentiell zum Lesen von ELA-, Rausch- und CFA-Karten auf Pixel-Ebene — Manipulations-Spuren werden oft erst bei starker Vergrößerung sichtbar.
Kann ich einen Forensik-Bericht als PDF exportieren?
Ja. Klick auf „Forensik-Bericht erzeugen" im Pro-Modus öffnet ein druckfertiges Dokument in einem neuen Browser-Tab mit Datei-Hash, EXIF-Highlights, Kompressions-Fingerabdruck und jedem Forensik-Befund (ELA, Ghost, Noise/CFA, Copy-Move, Thumbnail, Histogramm). „Drucken / Als PDF speichern" → Browser erzeugt ein sauberes Beweismittel-Dokument. Keine PDF-Library, kein Upload, vollständig client-seitig.
Was ist der Seite-an-Seite-Vergleichs-Slider?
Zwei Bilder droppen, dann in der Pro-Karte des zweiten Bildes das erste aus dem „Vergleichen mit"-Dropdown wählen — beide Bilder werden übereinander gelegt und ein Slider in der Mitte enthüllt durch Ziehen das eine oder andere. Klassische Vorher-/Nachher-Forensik-Visualisierung. Pixel-Magnifier funktioniert auf beiden Hälften.
Was ist die C2PA-Self-Sign-Funktion?
C2PA ist ein neuer Industriestandard, der einem Foto ein eingebautes „digitales Siegel" mitgibt, das beweist woher es kommt. Große Nachrichtenagenturen (Reuters, AP) und Kamerahersteller (Sony A7-IV, Nikon Z9, Leica M11-P) nutzen es um Fotos als echt zu markieren; KI-Tools wie DALL-E markieren damit ihre Bilder als KI-generiert. Mit diesem Werkzeug kannst du dein eigenes Siegel auf ein beliebiges JPEG setzen — komplett im Browser erzeugt. Wie das Unterschreiben eines Briefes mit deinem eigenen Stift — das Siegel beweist, dass DU genau diese Version der Datei zu genau diesem Moment erzeugt hast. Nützlich für Fotografen die ihren Workflow dokumentieren, Anwälte die Beweismittel-Ketten aufbauen, Journalisten die Fotos mit Redakteuren teilen die ihren Public Key kennen, oder zum Testen von C2PA-Werkzeugen. Der Browser erzeugt einen frischen kryptografischen Schlüssel, signiert das JPEG, bettet die Signatur ein und verwirft den Schlüssel. Nichts wird hochgeladen. Der Empfänger verifiziert auf contentcredentials.org. Wichtig: es ist „self-signed", andere Tools zeigen daher „unknown issuer" — das ist erwartet und korrekt. Für Reuters-Grade-Attestierung bräuchtest du eine kostenpflichtige kommerzielle Zertifizierungsstelle.
Kann ich einzelne EXIF-Felder bearbeiten, z.B. das Kamera-Modell oder Copyright?
Ja. Seit Version 3.0 hat das Tool einen vollwertigen Tabbed-Editor für JPEG, PNG und WebP — Klick auf „Tags bearbeiten" auf einer Datei-Karte (Profi-Modus) öffnet vier Tabs: EXIF, IPTC, XMP und PNG-Text. Der EXIF-Tab deckt 16 Felder ab inkl. Make, Model, LensModel, BodySerialNumber, Software, Artist, Copyright, ImageDescription, UserComment, DateTime, DateTimeOriginal, DateTimeDigitized und Orientation. Der IPTC-Tab bietet 24 Newsroom-Standardfelder (Headline, Caption, Keywords, By-line, Stadt, Land, Credit, Source, Copyright Notice u.a.). Der XMP-Tab schreibt 20 Felder in modernen Adobe-Namespaces (dc:title, dc:creator, dc:rights, photoshop:City etc.) und funktioniert in JPEG, PNG und WebP. Der PNG-Text-Tab fügt tEXt/iTXt-Chunks hinzu. Die Bildpixel werden nie neu kodiert; nur der Metadaten-Block wird umgeschrieben. Bestehende Metadaten bleiben erhalten (Merge), solange du sie nicht explizit überschreibst.
Kann ich die echten GPS-Koordinaten durch falsche ersetzen?
Ja, bei JPEG. Klick auf „Fake-GPS setzen" auf einer Datei-Karte und wähle entweder ein Wahrzeichen aus der Liste (Eiffelturm, Freiheitsstatue, Brandenburger Tor, Sydney-Opernhaus, Taj Mahal, Chinesische Mauer, Machu Picchu oder „Null Island" bei 0,0) oder gib eigene Breite und Länge ein. Die Fake-Koordinaten ersetzen die echten im EXIF-Block, sodass jeder, der das Foto später inspiziert, den gespoofen Ort sieht statt deinen. Warum nicht einfach GPS entfernen? Weil manche Plattformen oder KI-Moderationssysteme Fotos ohne GPS als verdächtig einstufen, während Fotos mit „irgendeinem" GPS als normal durchgehen. Spoofing erlaubt außerdem, das Datenformat einheitlich zu halten (z.B. ein Journalist, der genau einen Ort schwärzt, aber das Dateiformat zu anderen Aufnahmen identisch lassen will).
Was ist „ExifTool-kompatibles JSON"?
Phil Harveys ExifTool (https://exiftool.org/) ist seit 2003 das De-facto-Standard-Kommandozeilen-Tool für Metadaten in Forensik, OSINT und Foto-Workflows. Sein `-j`-Modus liefert ein flaches JSON-Array, das unzählige Skripte und Pipelines schon kennen. Wir bieten eine Export-Option, die dieses Format nachbildet — gruppen-präfixierte Schlüssel wie „EXIF:DateTimeOriginal" oder „GPS:GPSLatitude" — sodass du unsere Exporte ohne Übersetzer in jede bestehende ExifTool-Pipeline einspielen kannst. Unsere Abdeckung ist nicht 100% identisch (wir parsen nicht jeden obskuren Tag), aber für die Standard-EXIF / IPTC / XMP / GPS-Felder ist die Ausgabe austauschbar. Schalte das Export-Format mit dem „Export-Format"-Drop-down über der Dateiliste um.
Was zeigt „Tiefen-Analyse"?
Kamera-Hersteller reservieren ein spezielles EXIF-Tag namens MakerNote (Tag 0x927C) für ihre eigenen proprietären Daten. Jeder Hersteller verwendet ein anderes Binär-Format, das selten oder gar nicht öffentlich dokumentiert ist. Bei ausgeschalteter Tiefen-Analyse zeigen wir den MakerNote als undurchsichtigen Block — „[binary data, 12345 bytes]". Bei eingeschalteter Tiefen-Analyse entschlüsseln wir den MakerNote für die drei größten Hersteller (Canon, Nikon, Sony) und liefern eine kuratierte Liste der wertvollsten Tags: Objektiv-Modell und -Seriennummer, interne Body-Seriennummer, Auslöser-Zähler (Nikon-DSLRs — wichtig beim Gebrauchtkauf), Firmware-Version, Picture-Control-Einstellungen, AF-Infos und vieles mehr. Diese Daten nutzen Forensik- und OSINT-Tools, um Kameras zu fingerprinten und „anonyme" Fotos auf bestimmte Geräte zurückzuführen. Tiefen-Analyse ist standardmäßig aus, weil das Parsen langsamer ist und die meisten Nutzer es nicht brauchen; an lassen, wenn du sehen willst, was deine Kamera still aufzeichnet, oder die hersteller-spezifische Herkunft eines Fotos prüfen willst.
Warum ändert das Tool den Dateinamen beim Download?
Weil Dateinamen selbst Metadaten verraten. Smartphones speichern Fotos oft als IMG_20240315_142233.jpg oder PXL_20240315_142233_AbsolutePath.jpg — dieser Dateiname allein verrät dem Empfänger die exakte Sekunde der Aufnahme, bei manchen Geräten sogar die GPS-codierten Koordinaten. Den EXIF-Block zu entfernen, aber den Dateinamen zu behalten, lässt diesen Kanal weit offen. Unser Tool säubert optional datums-/zeit-/koordinaten-aussehende Muster aus dem Download-Dateinamen — eigene Dateinamen bleiben unangetastet („urlaub-paris-2024.jpg" wird nicht verändert), nur die automatischen Kamera-Präfixe werden gesäubert. Du kannst das mit dem Schalter „Datum & Koordinaten aus Dateinamen entfernen" ausschalten, wenn du den Original-Dateinamen vorziehst.
Was ist der Datenschutz-Risiko-Score?
Eine Zahl von 0-100 plus Ampel-Anzeige, die zusammenfasst, wie identifizierbar deine Datei ist — ohne dass du jeden Tag selbst lesen musst. Jeder datenschutzrelevante Wert addiert Punkte: GPS-Koordinaten +30, eingebettetes Vorschaubild mit eigenem GPS +15, Hardware-Seriennummer +20, Kamera-Marke/Modell +10, genaues Aufnahmedatum/-zeit +10, Autor/Copyright +15, Bearbeitungssoftware +5. Unter 30 = „geringes Risiko", unter 60 = „Vorsicht", darüber = „hohes Risiko". Klick auf „Warum dieser Wert?" zeigt die genaue Aufschlüsselung — du siehst, WELCHE Metadaten-Einträge dich über die Schwelle gehoben haben. Der Score ist heuristisch — das echte Risiko hängt vom Kontext ab — aber er ist eine schnelle erste Einordnung „ist diese Datei gefährlich, so wie sie ist öffentlich zu teilen?"
Was bedeutet die „eingebettetes Vorschaubild"-Warnung?
Viele Kameras und Editoren speichern ein kleines Vorschaubild (oft 160×120 Pixel) im EXIF-Block, getrennt vom Hauptfoto. Das nennt sich IFD1-Thumbnail. Die meisten Foto-Anzeiger ignorieren es, aber es bleibt erhalten, wenn du „EXIF entfernen" mit naiven Tools machst — die löschen nur das Haupt-IFD0 / EXIF-IFD / GPS-IFD und vergessen IFD1. Schlimmer: das Vorschaubild kann EIGENE GPS-Koordinaten haben, die den Strip überleben — der klassische „Ghost-GPS"-Leck, der schon mehr als einen Journalisten verbrannt hat. Unser Tool erkennt das Vorschaubild, warnt wenn es eigenes GPS hat, und entfernt es als Teil des Standard-„Alles entfernen"-/Profil-Flusses. Bei selektivem Strip (z.B. „Nur GPS entfernen") bleibt das Thumbnail — also auf die Warnung achten und im Zweifelsfall den Komplett-Strip nutzen.
Was bedeuten die „Mögliche Inkonsistenzen"-Warnungen?
Beim Inspizieren einer Datei vergleicht das Tool mehrere Zeitstempel und Identitätsfelder, die in einem echten Foto direkt aus der Kamera übereinstimmen sollten. Stimmen sie nicht überein, wurde die Datei wahrscheinlich bearbeitet, neu gespeichert oder ihre Metadaten teilweise verändert. Beispiele: DateTimeOriginal sagt 2024-03-15 aber GPSDateStamp sagt 2010-08-12 — jemand hat das Foto rückdatiert. Software-Feld ist „Adobe Photoshop 2024" aber das Foto hat auch Make/Model von einer Canon — die Datei wurde nach der Aufnahme bearbeitet. Kamera-Marke ist „Canon" aber die MakerNote drin ist erkennbar Sony — die Datei wurde gefälscht oder rekomprimiert. Heuristische Hinweise, kein Beweis für Manipulation, aber dieselben roten Flaggen, die Forensik-Analysten suchen.
Wofür ist die Datums-Zeitachsen-Ansicht gut?
Ein typisches Foto hat 3-5 verschiedene Datumsfelder (DateTime, DateTimeOriginal, DateTimeDigitized, GPSDateStamp, Datei-Änderungszeit). In einer echten, unberührten Datei liegen sie alle innerhalb von Sekunden zueinander. Die Zeitachse zeichnet alle auf einer chronologischen Achse — du SIEHST das auf einen Blick — oder du siehst, dass einer Jahre daneben liegt, was ein starkes Manipulations-Indiz ist. Nützlich für Journalisten, die Quell-Fotos prüfen, eBay-Käufer die „neuwertig"-Aussagen kontrollieren, und alle, die neugierig auf den vollen Verlauf einer Datei sind.
Wofür ist der ExifTool-Befehlsausschnitt?
Für Power-User: unter jeder Datei-Karte gibt es einen aufklappbaren „Äquivalenten ExifTool-Befehl anzeigen"-Abschnitt mit der genauen Befehlszeile, die dieselbe Operation in Phil Harveys ExifTool machen würde — dem De-facto-Standard-CLI-Metadaten-Tool. Zwei Gründe: Lernen. Wenn du Metadaten-Operationen über tausende Dateien skripten willst, zeigt unser Snippet die Syntax. Verifikation. Wenn du unserer Re-Implementierung nicht traust, kopier unser Snippet, lass es lokal mit ExifTool laufen, vergleiche Byte für Byte. Der Befehl aktualisiert sich live wenn du das Profil änderst.
Wofür sind die „?"-Symbole neben jedem Tag?
Klick auf ein „?"-Symbol in der Tag-Liste zeigt eine einfache Erklärung, was das EXIF-Tag eigentlich bedeutet, warum es sensibel ist und was jemand damit anstellen könnte. Namen wie „GPSLatitudeRef" oder „ExifVersion" sind nicht selbsterklärend — und viele Leute entfernen oder behalten Tags, ohne wirklich zu wissen, was sie da wählen. Die Erklärungen sind kurz, fokussiert auf den Datenschutz-Aspekt, in deiner ausgewählten Sprache verfügbar und in der Seite mitgepackt (kein Server-Kontakt).
Kann das Tool jetzt auch Metadaten HINZUFÜGEN, nicht nur entfernen?
Ja, und das ist die größte Verbesserung in Version 3.0. Bis v2.5 lag der Fokus auf dem Entfernen (Privacy-Use-Case). Viele Nutzer*innen fragten: „Super zum Strippen — aber ich will auch meinen Fotografennamen, Copyright, Captions und Keywords SCHREIBEN." Das ist jetzt eingebaut. Klick auf „Tags editieren" auf einer JPEG-, PNG- oder WebP-Karte (nur Profi-Modus) und ein Tabbed-Editor öffnet sich mit vier Panels: EXIF, IPTC, XMP und PNG-Text. Werte eintippen, Speichern klicken, eine Datei mit den eingetragenen Werten wird zurückgegeben. Bestehende Metadaten bleiben erhalten, solange du sie nicht explizit überschreibst — du löschst also nicht versehentlich den Credit des Vorgängers, wenn du nur eine Caption hinzufügen willst. Die Bildpixel werden nie neu kodiert; nur der Metadaten-Block wird neu geschrieben.
Was ist IPTC und warum sollte ich es schreiben?
IPTC (International Press Telecommunications Council) ist das Metadaten-Format, das in den 1990ern für Nachrichtenredaktionen erfunden wurde. Während EXIF die Kamera beschreibt, die das Foto gemacht hat (Hersteller, Modell, Belichtung), beschreibt IPTC den redaktionellen Kontext: wer es aufgenommen hat (By-line), was es zeigt (Caption, Keywords), wo es aufgenommen wurde (Stadt, Land), wem die Rechte gehören (Copyright). Jede große Foto-Agentur — Reuters, AP, AFP, Getty, dpa — setzt auf IPTC, und die meisten Foto-Management-Tools (Lightroom, Photo Mechanic, Bridge) lesen/schreiben es als primären Metadaten-Layer. Wenn du Fotograf*in bist und Stock verkaufst oder lizenzierst, ist korrektes IPTC essentiell — es bleibt für immer in der Datei, selbst wenn EXIF gestrippt wird. Unser Editor schreibt 24 IPTC-Felder inklusive Headline, Caption, Keywords, By-line, Stadt, Bundesland, Land, Credit, Source, CopyrightNotice, Sonderhinweise und mehr.
Was ist XMP und worin unterscheidet es sich von EXIF?
XMP (eXtensible Metadata Platform) ist Adobes moderner Metadaten-Standard, eingeführt 2001 und basierend auf XML/RDF. Stell es dir als „Nachfolger" von EXIF und IPTC vor — es speichert dieselben Arten von Information, aber in einer reicheren, strukturierten Form, und (wichtig) derselbe XMP-Block funktioniert in JPEG, PNG, WebP, TIFF, PDF und sogar Office-Dokumenten. Viele Tools schreiben heute XMP zusätzlich zu (oder anstelle von) älteren EXIF/IPTC-Blöcken. Lightroom speichert Develop-Einstellungen z. B. ausschließlich in XMP. Unser Editor schreibt 20 XMP-Felder in den Standard-Namespaces (dc:title, dc:creator, dc:rights, dc:subject für Keywords, photoshop:City/State/Country, xmpRights:Marked/UsageTerms etc.) — und im Gegensatz zu EXIF/IPTC funktioniert unser XMP-Writer auch für PNG und WebP, nicht nur JPEG.
Kann ich jetzt auch PNG-Dateien editieren, nicht nur JPEG?
Ja. PNG hat ein eigenes, wenig bekanntes Metadaten-System auf Basis von „Text-Chunks" namens tEXt (Latin-1, nur ASCII) und iTXt (UTF-8, mit Umlauten und nicht-lateinischen Schriften). Die PNG-Spec definiert eine Liste empfohlener Keywords: Title, Author, Description, Copyright, Creation Time, Software, Disclaimer, Warning, Source, Comment. Öffne den Editor auf einer PNG-Datei und du siehst einen Tab „PNG-Text" mit all diesen Feldern — plus einen XMP-Tab für den modernen Metadaten-Block. Unser Writer wählt automatisch tEXt für reines ASCII oder iTXt für alles mit Sonderzeichen, sodass „Mörgenlicht über München" korrekt funktioniert.
Was macht Bulk-Edit?
Bulk-Edit erlaubt dir, dieselben Metadaten-Werte auf viele Dateien gleichzeitig anzuwenden, anstatt sie einzeln zu bearbeiten. 30 Hochzeitsfotos droppen, „Bulk-Edit" klicken (Profi-Modus), Fotografennamen in „By-line", Copyright-String in „Copyright", eine Keyword-Liste in „Keywords" eintippen — und Speichern klicken. Jede ausgewählte Datei bekommt diese Werte hineingeschrieben und wird automatisch heruntergeladen. Du kannst einzelne Dateien im Modal abwählen. Leere Felder bleiben leer (= keine Änderung), du veränderst also nur das, was du wirklich setzen willst. Das ist die größte Workflow-Verbesserung für Profi-Fotografen — was vorher eine halbe Stunde dauerte, dauert jetzt 30 Sekunden.
Was sind Vorlagen und wie helfen sie mir?
Eine Vorlage ist ein gespeicherter Satz an Metadaten-Werten, den du später per Klick wieder anwenden kannst. Namen, Copyright, Standard-Nutzungsbedingungen eintippen — „Speichern…" klicken, Namen vergeben wie „Mein Standard 2026" — und die Werte sind in deinem Browser gespeichert. Beim nächsten Öffnen des Editors die Vorlage aus dem Dropdown wählen, alle Felder werden gefüllt. Du kannst viele Vorlagen speichern („Hochzeit 2026", „Travel Stock", „Pressefoto"), die nicht mehr nötigen löschen und die ganze Liste als JSON-Datei exportieren, um sie zu sichern oder einer Kolleg*in zu schicken. Vorlagen leben nur in localStorage auf diesem Gerät — sie verlassen nie deinen Browser.
Was ist Date-Shift?
Date-Shift verschiebt die DateTime-Felder ausgewählter Fotos um einen festen Offset — z. B. „-3 Stunden" oder „+1 Tag". Klassischer Use-Case: Du kommst von einer Reise zurück und entdeckst, dass deine Kamera die ganze Zeit auf der falschen Zeitzone war. Deine 200 Urlaubsfotos behaupten jetzt, 6 Stunden früher entstanden zu sein, als sie eigentlich sind. Date-Shift korrigiert alle 200 auf einmal. „+6 Stunden" im Modal eintragen, Dateien auswählen, Speichern klicken — jedes DateTime-, DateTimeOriginal- und DateTimeDigitized-Feld wird korrigiert und die Fotos werden mit den richtigen Zeiten neu heruntergeladen. Negative Werte verschieben nach hinten, positive nach vorne. Funktioniert nur für JPEG.
Was ist der GPS-Karten-Picker?
Wenn du GPS-Koordinaten spoofst (echte durch falsche ersetzt), kannst du jetzt auf einer echten Karte klicken, anstatt Breiten- und Längengrad von Hand zu tippen. Öffne das GPS-Spoof-Modal, klick auf „Karte anzeigen" — eine Leaflet-Karte erscheint mit einem ziehbaren Marker. Klick irgendwohin auf die Karte, der Marker springt dorthin und die Koordinaten füllen sich automatisch ein. Marker ziehen für die Feinkorrektur. Privacy: Karten-Kacheln kommen von OpenStreetMap — sie sehen den Karten-Ausschnitt, aber NICHT dein Foto. Wir machen die Karte opt-in (ein Klick nötig, bevor Tiles laden), damit die Garantie „kein Server-Kontakt, bis du es willst" erhalten bleibt.
Nach dem Download zeigt macOS „Woher: blob:https://…" — wie entferne ich das?
Zuerst die gute Nachricht: Das sind KEINE Metadaten in deinem Bild — die Datei selbst ist sauber. Was du siehst, ist ein macOS-Herkunfts-Attribut namens kMDItemWhereFroms, das der Finder unter „Informationen → Weitere Informationen → Woher" anzeigt. Dein Browser (Safari oder Chrome) hängt es an jede Datei an, die du über eine Blob-URL herunterlädst — und genau so übergibt dir dieses Tool die bereinigte Datei. Es liegt im Dateisystem neben der Datei, nicht im Bild, deshalb kann kein EXIF/IPTC/XMP-Tool — weder unseres noch ein anderes — es erreichen. Die UUID in dieser URL ist zufällig und lokal; sie lässt sich nicht auf dich oder dein Foto zurückführen. Zum Entfernen öffnest du das Terminal und führst xattr -c "deinfoto.jpg" aus (löscht alle erweiterten Attribute, inklusive dem com.apple.quarantine-Flag) oder entfernst nur die Herkunft mit xattr -d com.apple.metadata:kMDItemWhereFroms "deinfoto.jpg". Wenn du Chrome, Edge oder Opera nutzt, speichern wir jetzt über den nativen „Datei speichern"-Dialog des Browsers (File System Access API), sofern dein Browser das unterstützt — dieser Weg schreibt eine echte Datei und fügt das „Woher"-Attribut gar nicht erst hinzu. Safari und Firefox unterstützen diese API noch nicht, dort gilt weiterhin der Blob-Download (und die manuelle Bereinigung oben).
Trackt das Tool, was ich damit mache?
Kurz: nein — das Tool selbst zeichnet absolut nichts über deine Nutzung auf. Welche Dateien du droppst, welche Buttons du klickst, welche Tags du entfernst, welches Datenschutz-Profil du wählst, welche GPS-Koordinaten du fälschst, was deine Fotos enthalten — nichts davon verlässt jemals deinen Browser. Die Strip-Operationen, der Tag-Editor, der GPS-Spoofer, die JSON-/CSV-/ExifTool-Exporte, der Risk-Score-Aufschluss — alles läuft lokal und ist für jeden Server unsichtbar, auch für unseren. Deine Tool-Nutzung ist 100% anonym. Was wir AUFZEICHNEN, wie nahezu jede andere Webseite, ist ein anonymer Besucherzähler, der über die ganze washfiles.com-Seite geteilt wird: ein Signal beim Laden der Seite, ein Follow-up nach 60 Sekunden, ein Dauer-Signal beim Verlassen. Die Signale enthalten nur den URL-Pfad auf dem du bist, den Referrer-Header den dein Browser sendet, deine Bildschirmgröße, deine Browser-Sprache und eine zufällig erzeugte Treffer-ID. Sie enthalten KEINE Datei-Inhalte, keine Tag-Namen, keine Aktionen die du gemacht hast, keine Cookies, keinen Fingerabdruck. Wir verknüpfen die Signale nicht mit dir über Besuche hinweg und behalten keine rohen IP-Adressen. Wenn du nicht mal das willst: hänge ?notrack an die URL und der Tracker bleibt über alle weiteren Besuche aus (wir setzen dafür ein localStorage-Flag). Tools wie Brave, Firefox-Strict-Mode und uBlock Origin blockieren den Analytics-Endpunkt standardmäßig. Die Datenschutz-Grenze, die wirklich zählt — deine Dateien und was du damit machst — bleibt vollständig auf deinem Gerät.